Krumme Tanne
Sie ist in Wirklichkeit eine ca. 300 Jahre alte Kiefer und damit die älteste, und mit 1,7 Meter Umfang auch die stärkste Kiefer im Odenwald. Als markantes Wahrzeichen steht sie unter Naturschutz.
Viele Besucher wollten die „Krumme Tanne“ in Krumme Kiefer umtaufen, aber für den Odenwälder ist im allgemeinen Sprachgebrauch alles was Nadeln hat, erst mal eine Tanne. Richtige Tannen sind im Odenwald äußerst selten, da sie durchweg schlecht gedeihen.Was landläufig als Tannen bezeichnet wird, sind meistens Fichten. In jüngster Zeit gewinnt die Weymouthskiefer im Buntsandstein des Odenwaldes immer mehr an Boden.
Die „Krumme Tanne“ ist ein Überbleibsel aus den früher häufig anzutreffenden Kieferwaldungen.
Vor den Kieferwaldungen hat die Eiche als der Charakterbaum des Odenwaldes hier gestanden. Als Eichenschälwaldung lieferten die Eichen durch ihre Rinde Gerbsäure als Grundstoff für die Gerberzunft.Große Mengen an Eichen wurden auch von den hiesigen Köhlern zu Holzkohle verarbeitet. Diese Holzkohle hat man zum Schmelzen der in Weschnitz, Gras-Ellenbach und im Raum Wald-Michelbach gefundenen Erze benötigt. Ein solcher Eichenwald war auch hier an dieser Stelle, denn die Flurbezeichnung „Kohlwald“ weißt uns noch heute auf diesen vergessenen Beruf und indirekt auch auf den Erzbergbau hin.






