Der Ireneturm auf der Tromm - dem Hausberg der Überwälder
Der Ireneturm auf der tromm ist eines der wahrzeichen des Überwaldes. Er wurde vom Odenwaldklub, Sektion Wald-Michelbach, auf Zotzenbacher Gemarkungsgebiet erbaut. Er ist der einzige hölzerne Aussichtssturm im Odenwald, der die Zeiten - dank ständiger Pflege - unbeschadet überstanden hat. Von seiner Plattform hat man einen weiten Blick in das Weschnitztal hinein und über fast den gesamten Überwald. Der turm ist 27 Meter hoch, hat 107 Stufen und wurde ganz aus Holz gebaut.
Am 15. Juni 1890 wurde der erste Irene-Turm auf der tromm errichtet. 2.250 Mark kostete damals das Bauwerk, 23 Meter hoch und nach Prizessin Irene von Preußen (1866-1953), Tochter des Großherzogs Ludwig IV. von Hessen-Darmstadt, benannt.
Nach der einweihung schrieb die Tageszeitung: "Auf der luftigen waldbedeckten Höhe der tromm, dem zweithöchsten Punkt des hessischen Odenwaldes, wurde der unlängst fertiggestellte Aussichtsturm eingeweiht. Die Feier gesteltete sich zu einem kleinen Volksfest. Alsbald übergab der ausführende Zimmermeister, Johann von Unter-Scharbach, den Tromm-Turm den Vertretern der Sektion Fürth, Rimbach-Zotzenbach und Wald-Michelbach."
Der erste Turm hielt nur wenige Jahre. Im Jahre 1910 wurde dann ein neuer Turm errichtet, der - dank seiner Aussenverkleidung - heute noch erhalten ist.
Georg Oberle pflegt und hegt diesen Bau aus Familientradition. Bis 1991 war seine Mutter, und davor sein Großvater Turmwart dieses Wahrzeichens auf der Tromm. (Telefon des Turmwartes: 06207-3624)
(Quelle: Grasellenbach,Natur-Kultur-Geschichte/Dr. P. W. Sattler und Markus Röth/Geiger-Verlag, Horb am Neckar)






